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P2P als “Demokratiepotential bisher unerreichter Qualitat”

Per F!XMBR und Falk Merten gefunden: Die Diplomarbeit von Martin Häcker und Andreas Janson als aktueller Rundumblick über technische Grundlagen, juristische Implikationen und kulturelle Perspektiven von Filesharing. In der habe ich jetzt schon zwei Stunden höchst interessiert herumgestöbert. Gerade die politische Dimension von P2P im Kontrast zu herkömmlichen Massenmedien erschienen mir bis jetzt wissenschaftlich zu wenig betrachtet.

Das Ding würde ich mir auch als Buch kaufen, als PDF gibts die Arbeit aber unter CC-Lizenz sogar für umme.

  • eD2K-Downloadlink für das PDF in Hires-Version (18,4 MB) -> Achtung! Link kopieren, im eMule über "Tools" bei "Download durch eD2K" einfügen -> "http" durch "ed2k" ersetzen!



 

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kommentieren May 31st, 2007

PDF-Chaos

leerer Metadatensatz

Etwa einmal im Monat findet bei mir der große PDF-Kehraus statt und jedesmal bin ich am Verzweifeln.

Es ist ja eine sehr erfreuliche Entwicklung, dass immer mehr Wissenschaftler dazu übergehen, einen Teil ihrer Publikationen frei online zur Verfügung zu stellen. Im Zuge des Open Access-Gedanken und der CC-Lizenzen sind inzwischen viele qualitativ hochwertige Werke frei erhältlich, die in den Tiefen des Netzes schlummern und von fleißigen Bloggern in einem lecker medialen Potpourri geborgen werden. (Hat sich diesbezüglich schon mal jemand über die Gatekeeper-Funktion von Bloggern Gedanken gemacht?)

Das große Ärgernis ist aber die Unfähigkeit Sorglosigkeit, mit der die Autoren die Metadaten ihrer PDF-Files pflegen.

Ich sitze dann einmal im Monat dran, einen Ordner mit kryptisch benannten PDFs (man kann schon froh sein, wenn der Dateiname Hinweise auf den Inhalt des Dokumentes zulässt) zu sichten und die Metadaten langwierig selbst auszufüllen. Im besten Fall. Im üblichen Fall verschwindet die Datei fhrst754_gh.pdf in den unerforschten Weiten meiner Festplatte.

Selbst Wissenschaftler, die zu Online-Themen forschen, ignorieren meist die Möglichkeit der Metadaten im PDF-Format.

Jan Schmidt zum Beispiel, der Weblog-Forschung betreibt und dem ich enorm dankbar dafür bin, dass er so viele seiner Ergebnisse und Vorträge frei zur Verfügung stellt, benennt zwar die Dateien halbwegs assoziativ und gibt sogar auf den Downloadseiten die akademische Zitationsweise an, in den PDFs selbst aber: nada!

Dabei ist es doch im eigenen Interesse der Autoren, wenn die Datei, die sich nach Publikation ja sonst wie verbreiten kann, wenigstens die Download-URL in den Metadaten enthält.
Worst case scenario: Du willst ein Dir vorliegendes PDF zitieren und findest die Quelle nicht mehr!

Mein Verdacht: Es wird noch immer davon ausgegangen, dass ein geladenes PDF sofort "in den Druck" gegeben wird.

Das eigentlich Überraschende: Es gibt kaum Tools um Meta-Daten in PDFs komfortabel zu bearbeiten.

Einzig der PDF Explorer  scheint sich mir in richtige Richtung zu bewegen: Eine Explorer-ähnliche Oberfläche erlaubt das sofortige Editieren der Metadaten, ist aber bei einer großen Anzahl von PDFs doch recht umständlich zu bedienen.

Adobe bietet mit Adobe Bridge seit kurzem eine ähnliche Lösung; Bridge dient aber eher der Organisation sämtlicher in der Creative Suite erstellten Daten und ist deshalb für die gewünschten Zwecke völlig überzüchtet und für den Privatanwender eh nicht bezahlbar, da das Modul nur mit der kompletten Creative Suite bezogen werden kann.

Obwohl ich das Problem am Beispiel von wissenschaftlichen Publikationen aufgezeigt habe, dürften aber auch die Leser, die nur aus privaten Gründen mit PDFs zu tun haben, die Situation kennen.

Deshalb meine Frage an Euch: Wie organisiert Ihr Euer PDF-Archiv?

Eine Google-Recherche zu dieser Problematik erbrachte (neben erstaunlich wenigen relevanten Treffern) noch die Nutzung einer Desktop-Suchmaschine, wie z.B. Google Desktop. Diese Tools scannen auch die Inhalte von PDFs, erlauben also die Festplatten-übergreifende Suche nach Inhalten in PDFs. Halte ich aber aus zwei Gründen für wenig praktikabel:
Erstens will der Kram auch mal weggebrannt werden (Ja, da gibts auch Lösungen; dann wirds aber wirklich umständlich…) und zweitens bin ich oftmals gar nicht auf der Suche nach konkreten Inhalten, sondern will mich von Texten erstmal inspirieren lassen - von denen ich gar nicht mehr weiß, dass Sie auf meiner Platte liegen…

Um Hilfe und Ideen wird gebeten.
netbib - übernehmen Sie!


 

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3 Kommentare April 27th, 2007

Reader zum Urheberrecht

Ein Gastbeitrag von ciccone:

Prof. Dr. Thomas Hoeren vom Institut für Informations,- Telekommunikations- und Medienrecht der Uni Münster hat sein neues Skript zum Internetrecht zum freien Download (pdf) zur Verfügung gestellt - freut sich aber über eine Spende für seine "Kaffeekasse".

Das 517 Seiten starke Werk beschäfigt sich mit Rechtsproblemen bei der Domainvergabe, stellt ausführlich die Fallstricke im Bereich Content dar, beschreibt die Probleme beim Online-Marketing und äußert sich zum Vertragsrecht beim e-commerce. Urheberrecht und Kopierschutz sind dabei selbstverständlich berücksichtigt.

Aber auch Fragen des Datenschutzes und der Haftung von online-Diensten kommen nicht zu kurz. Abschließend wird eine recht umfangreiche Sammlung von Gesetzestexten und Musterverträgen bereitgestellt.


 

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kommentieren July 7th, 2006

Walter Boehlich: Ein Nachruf

Am 6. April starb einer der letzten ganz großen Intellektuellen Deutschlands: Walter Boehlich
Einen großen In memoriam-Text hat der große Hans Zippert (in der Titanic) geschrieben:

Sie Schwein
Walter Boehlichs Kolumne hatte einen legendären Ruf. Dabei waren seine Texte überhaupt nicht lustig.
Aber genau das war der Witz.
Von allen Mitarbeitern dieser Zeitschrift war Walter Boehlich die mit Abstand schillerndste, mysteriöseste und gleichzeitig ehrfurchtgebietendste Persönlichkeit. Er prägte das Erscheinungsbild des Blattes in entscheidender Weise. Schon 1979, in der ersten Ausgabe von TITANIC, wurde die ruhmreiche Mittelachse Boehlich-Waechter etabliert. Links, meist auf Seite 20, fing »der Boehlich« an, mit knallharten Themen wie »Der Einfluß der Gewerkschaften auf Samuel Beckett«, dann folgten F. K. Waechters »Stilles Blatt« nebst »Rückseite«, die den Leser unvermittelt in ein verstörendes Humoruniversum stürzen ließen, und es endete dann mit dem eisenharten Aufprall auf der zweiten Boehlich-Seite mit mehr Informationen zum gleichen Thema und einer Schlußthese wie »Hätte ›Warten auf Godot‹ mit einem Betriebsrat eine andere Wendung genommen?«. Das war es, was die frühe TITANIC im Innersten zusammenhielt. Boehlich/Waechter/Waechter/Boehlich, eine Seitenabfolge wie ein Naturgesetz.
Weiterlesen


 

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kommentieren May 16th, 2006

Verlesen, versprochen..

..verhört:

Axel Hackes "Kleines Handbuch des Verhörens"

Verdammter Bär
Wo hat man nur manchmal seine Ohren! Was ist man doch für ein Schussel! Immer mal wieder rutschen einem die Beine weg, liegt die Zunge schief im Mund, glitschen die Gedanken ins Abseits. Das weite Feld der unfreiwilligen Komik lebt von diesen Schwuppern, und natürlich befaßte sich schon die Psychologie mit einigen dieser Erschweinungen, um dahintern unbewurste Botschuften zu erschießen. Bekanntlich hat Sigmund Freud in seiner Studie »Zur Psychopathologie des Alltagslebens« das Vergessen, Versprechen und Vergreifen ebenso gründlich wie mit Humor gewürgt. Gewürdigt! Das Verschreiben, Verlesen und Verhören aber ließ er unbegattet. Quatsch, unbeachtet! Dabei war lange vor ihm Lichtenberg auf die Sache aufmerksam geworden und hatte den klassischen Verleser notiert: »Er las immer Agamemnon statt ›angenommen‹, so sehr hatte er den Homer gelesen.« Und heute, über 200 Jahre nach dem Verleser Lichtenberg und gute hundert nach dem Versprecher Freud, hat endlich auch der Verhörer seinen Homer gefunden in Gestalt von Axel Hacke, dessen »Kleines Handbuch des Verhörens«, so der Unterkittel, im Obertitel ein ansprechend krummes Zitat aus Matthias Claudius’ »Abendlied« führt: Und aus den Wiesen steiget / »Der weiße Neger Wumbaba«.
Weiterleses @ titanic-magazin.de

Buch bestellen:

Der weisse Neger Wumbaba. Kleines Handbuch des Verhörens

CD bestellen:

Der weiße Neger Wumbaba. CD


 

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kommentieren May 12th, 2006

OpenSource Jahrbuch 2006

Der Lehrstuhl "Informatik und Gesellschaft" mit der Arbeitsgruppe um Prof. Bernd Lutterbeck an der TU Berlin hat gerade das OpenSource Jahrbuch 2006 veröffentlicht.
Der Untertitel des Bandes ist "Zwischen Softwareentwicklung und Gesellschaftsmodell" und enthält auch ein Gespräch mit Joseph Weizenbaum.

In der nunmehr dritten Ausgabe des Open Source Jahrbuchs widmen sich neben hochkarätigen Wissenschaftlern wie Lawrence Lessig und Eben Moglen auch Praktiker und Entscheidungsträger aus der Industrie den Potenzialen und Einsatzgebieten von Open Source. So beschreibt etwa Microsoft seine Strategie bezüglich Open Source und Wilhelm Hoegner, Leiter der Hauptabteilung Informationstechnologie der Stadt München, über die Erfahrungen der Stadt München bei seiner Linux-Migration (LiMux).

Aus der Pressemitteilung (pdf)



Es gibt (noch) einen kostenlosen Download (pdf) des Bandes, der gebunden im Buchhandel mit EUR 19,90.- (ab 01.04. EUR 24,80.-) zu Buche schlägt.

Auch einzelne Artikel stehen auf der Seite zum Download bereit (hier auch das komplette Inhaltsverzeichnis!)

Die Autoren, die ausdrücklich der kommerziellen Nutzung zugestimmt haben, sind in einer sog. Light-Version (pdf) vereint.



Gastbeitrag von ciccone

 

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kommentieren March 7th, 2006

Kaffee ist ein Aufwiegler, eine Droge der Revolution!

Hihi, grad im Blog von Daniel Kulla, dem Autor des Phrasenprüfers, gefunden:
"Auf den ersten Blick ist es kaum zu glauben, doch die Geschichte beweist: wo der schwarze Aufmunterer erschien, war eine Revolution nicht weit. Kaffee wurde auffällig oft vor politischen oder ökonomischen Veränderungen für die Masse erschwinglich. So ist die erste funktionierende demokratische Verfassung ein Meisterstück des Kaffees. Kaffee ist die Muttermilch der US-Declaration of Independence…"
Der Duft des Kaffees

Ich weis schon warum das meine Droge ist. Nebenbei, leider nicht bei Amazon, sondern wiedermal nur im Eselnetz gibt es leckere Espressodokus, sehr zu empfehlen.
 

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1 Kommentar February 25th, 2006

Ang Lee: Ein Schiffbrüchiger zwischen Tao und Tragödie.

Schwerpunktthema der wunderbaren schweizer Kulturzeitschrift du ist im Februar der Regisseur Ang Lee.
Frei verfügbar: Das Essay von Georg Seesslen: Ang Lee: Ein Schiffbrüchiger zwischen Tao und Tragödie. (Etwas runterscrollen!)



 


du, Nr.763 : Ang Lee und sein Kino
 

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1 Kommentar February 7th, 2006


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